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Aargauischer Gewerbeverband
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Medienmitteilung vom 11. Februar 2015

 

Volksabstimmung vom 08. März 2015

 

 

Gewerbeverband Lehnt FAmilieninitiative ab

 

AGV. Der Vorstand des Aargauischen Gewerbeverbands lehnt die Volksinitiative „Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen“ ab. Die Steuerausfälle von einer Milliarde Franken, die Verteilung mit der Giesskanne und die bereits bestehenden Entlastungen der Familien sind die Hauptgründe für die Mehrheit des AGV-Vorstands. Die Minderheit begrüsst diese zusätzliche Entlastung der Familien.

 

Die CVP-Familieninitiative verlangt, dass künftig Kinder- und Ausbildungszulagen nicht mehr besteuert werden. Damit sollen die Familien finanziell entlastet werden. Die auf den ersten Blick sympathische Initiative schafft leider weitere Ungerechtigkeiten. So werden Familien mit hohen Einkommen am stärksten entlastet. Die Initiative nimmt auch nicht Rücksicht auf das bereits gut ausgebaute System der Familienentlastungen. Sie verteilt einfach mit der Giesskanne eine weitere Milliarde Franken in der ganzen Schweiz.

 

 

60 Millionen Franken Steuerausfälle im Aargau

 

Im Aargau würde der Steuerausfall jährlich 60 Millionen Franken betragen, was der Hälfte des gesamten Sparpakets entspräche, über dessen gesetzlicher Teil ebenfalls am 8. März 2015 abgestimmt wird. Sowohl im Bund als auch im Kanton müssten diese Ausfälle steuerlich kompensiert werden, womit hauptsächlich der Mittelstand belastet würde, der mit dieser Initiative entlastet werden soll! Die Initiative kann zudem zu Umgehungsmöglichkeiten führen, wenn die Löhne gesenkt und die Kinder- und Ausbildungszulagen erhöht werden, was weitere Steuerausfälle zur Folge hätte. Angesichts der bevorstehenden tiefgreifenden Unternehmenssteuerreform ist nach der Mehrheit des AGV-Vorstands auf weitere Steuerexperimente zu verzichten.

 

 

Entlastung der Familien

 

Die Minderheit des AGV-Vorstands erachtet es als notwendig, die Familien zu stärken und steuerlich zu entlasten. Man solle nicht auf der einen Seite Kinder- und Familienzulagen ausbezahlen und diese auf der andern Seite mit Steuern wieder reduzieren. Die Familien seien in der Ausbildungszeit der Kinder am meisten belastet, weshalb sie dann gezielt entlastet werden sollten. Der AGV-Vorstand lehnt diese Volksinitiative mit 12 : 6 Stimmen ab.