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Aargauischer Gewerbeverband
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Medienmitteilung vom 30. Januar 2015

 

Energiestrategie Kanton Aargau

 

 

Gewerbeverband für stärkeren Markt im Energiebereich

 

AGV. Die Geschäftsleitung des Aargauischen Gewerbeverbands begrüsst im Grundsatz die vom Regierungsrat vorgelegte Energiestrategie. Sie warnt aber vor weitern Markteingriffen und Subventionierungen der neuen erneuerbaren Energien, die in Europa zu grossen Marktverzerrungen geführt haben. Hauptziel muss die Versorgungssicherheit bleiben, wozu die Wasserkraft einen grossen Beitrag leistet. Technologieverbote, auch im Kernenergiebereich, werden abgelehnt.

 

Die aargauische Energiestrategie beruht auf vier Hauptzielen. Im Gegensatz zum Regierungsrat verlangt die AGV-Geschäftsleitung, die Versorgungssicherheit als erstes und nicht erst als viertes Hauptziel zu nennen. Dass der Energieverbrauch pro Kopf gesenkt werden soll, wird unterstützt. Hingegen lehnt die AGV-Geschäftsleitung zusätzliche Subventionierungen der neuen erneuerbaren Stromproduktion ab und erachtet das Ziel, den Stromverbrauch pro Kopf zu senken, als unrealistisch.

 

 

Wasserkraft ausbauen

 

Die Wasserkraft als erneuerbare Energie ist zu fördern und auszubauen. Die Wasserkraftwerke dürfen nicht durch unverhältnismässige Subventionierungen von neuen erneuerbaren Energien gefährdet werden. Die entsprechende Politik hat in Deutschland zu einem Fiasko geführt, das in der Schweiz vermieden werden muss. Der Stromverbrauch wird wegen der fortschreitenden Technisierung, Informatisierung und Automatisierung steigen. Während Photovoltaik und Geothermie auch im Aargau Beiträge zur Energieversorgung leisten können, trifft dies für die Windkraft nicht zu.

 

 

Keine Technologieverbote

 

Die AGV-Geschäftsleitung begrüsst die Forschung in jedem Energiebereich. Neben den neuen Energieformen gehört dazu aber auch der Kernkraftwerkbereich. Die Kernkraftwerke Beznau I und II sowie Leibstadt sind so lange zu betreiben als die Sicherheit gewährleistet ist. Reaktoren der vierten Generation sollen ernsthaft geprüft werden.

 

 

Abbau der Energiebürokratie

 

Der Staat kann die bessere Energienutzung mit einem radikalen Abbau der Administration nachhaltig fördern. Die Formularflut für die Bewilligung von Energieanlagen und die entsprechenden Einsprache- und Beschwerdemöglichkeiten sind einzuschränken. So sind die Vorschriften für Lärmschutznachweise, Wärmepumpen, elektrische Installationsanzeigen, Erdsondenbohrungen und geologische Gutachten zu vereinfachen. Sanierungsmassnahmen bei Gebäuden sollen freiwillig bleiben, aber steuerlich über mehrere Jahre begünstigt werden. Hier kann der Kanton die optimale Energieverwendung besser fördern als mit zusätzlichen einengenden Massnahmen und Vorschriften.