SUCHE

Aargauischer Gewerbeverband
Gewerbehaus
Entfelderstrasse 19
5001 Aarau

Tel 062 746 20 40
Fax 062 746 20 41

Mail info@agv.ch






Willkommen beim aargauischen Gewerbeverband

Startseite Aktuell Medienmitteilungen

Medienmitteilung vom 29. September 2011

 

Ambitioniertes Vorhaben

 

 

Gewerbeverband beurteilt Hightech Aargau-Initiative kritisch

 

 

AGV. Der Vorstand des Aargauischen Gewerbeverbands beurteilt grundsätzlich das regierungsrätliche Programm Hightech Aargau positiv. Dies gilt insbesondere für die Hightech-Forschung am Paul Scherrer Institut und die Nanotechnologie sowie die Elektrotechnologie am Hightech-Zentrum. Kritisch ist der AGV-Vorstand gegenüber der geplanten Hightech-Region eingestellt. Insbesondere dürfen deswegen bestehende Betriebe nicht benachteiligt werden. Den Hightech-Fonds lehnt der AGV-Vorstand ab. Die Startup-Finanzierungen sowie die Aufstockung des Aargauer Forschungsfonds sind aus der Sicht der KMU Wirtschaft nicht erforderlich. Es bestehen heute schon genügend privatwirtschaftliche Unterstützungsorganisationen.

 

Die Finanzierungsunterstützung für den Freien-Elektronen-Röntgenlaser (SwissFEL) von Fr. 30 Mio. für die nächsten fünf Jahre wird begrüsst. Damit kann die Leistungsfähigkeit dieses neuartigen Lasers auf Weltspitzenniveau gesichert werden.

 

 

Skeptisch gegenüber Hightech-Region

 

Der Realisierung einer Hightech-Region steht der AGV-Vorstand skeptisch gegenüber. Insbesondere dürfen bestehende Unternehmen nicht durch die Bevorzugung neuer Hightech-Unternehmen und -Institute benachteiligt werden. Die Rechts- und Chancengleichheit innerhalb der KMU Wirtschaft ist vollumfänglich zu gewährleisten. Aus den gleichen Gründen erachtet der AGV-Vorstand eine Aufwertung des Aargauer Technoparks nicht als erforderlich. Es müssen für alle Unternehmen gleiche und vor allem gute Forschungs-, Produktions- und Dienstleistungsbedingungen geschaffen werden. Direkte Förderungen von einzelnen Unternehmen sind ordnungspolitisch nicht sinnvoll und verzerren den Wettbewerb. Nachdem die Innovationspark-Initiative des Bundes den Aargau nicht berücksichtigt, muss dieses Projekt auch nicht weiter unterstützt werden.

 

 

Keine Aktiengesellschaft als Hightech-Zentrum

 

Die Innovationsberatung von KMU funktioniert bereits heute. Zukunftsgerichtete KMU haben den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulinstituten längst gefunden. Weitere staatliche Massnahmen in diesem Bereich sind nicht erforderlich. Der verstärkte Wissenstransfer im Bereich der Nanotechnologie als eigentliche Zukunfts-Schlüsseltechnologie wird unterstützt. Hier besteht ein immenses Innovationspotential, das sich auch für zahlreiche KMU nutzen lässt. Gleiche Überlegungen gelten für die Elektrotechnologie. Vom Aufbau eines eigentlichen Hightech-Zentrums als Aktiengesellschaft, die gemeinsam vom Kanton und der Wirtschaft geführt werden soll, rät der AGV-Vorstand ab. Staatliche und private Aufgaben sollen nicht vermischt werden. Aufgabe des Staats ist, gute Voraussetzungen für die Forschung und Entwicklung zu schaffen, die von privaten Unternehmen geleistet werden.

 

 

Hightech-Fonds nicht erforderlich

 

Startup-Finanzierungen und Aufstockungen des Aargauer Forschungsfonds greifen direkt in die freien Marktverhältnisse des wirtschaftlichen Wettbewerbs ein und sind deshalb zu unterlassen. Alle Aargauer Banken bieten schon heute genügend Finanzierungsmöglichkeiten für innovative Jungunternehmen an. Hier hat sich der Staat nicht mit Steuergeldern zusätzlich zu engagieren.