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Aargauischer Gewerbeverband
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Medienmitteilung vom 05. Juli 2017

 

 

Ausbau der AHV ist unverantwortlich 

 

Gewerbeverband lehnt Reform Altersvorsorge 2020 ab

  

 

AGV. Der Vorstand des Aargauischen Gewerbeverbands (AGV) lehnt die Reform Altersvorsorge 2020 nach einer kontradiktorischen Debatte und eingehender Diskussion mit 11 zu 6 Stimmen ab.

Die Altersvorsorge mit AHV und beruflicher Vorsorge ist das wichtigste Sozialwerk der Schweiz. Aufgrund der demografischen Alterung steht insbesondere die AHV vor einer gewaltigen Herausforderung. Der AGV-Vorstand anerkennt den Reformbedarf.


Unverantwortlicher Ausbau der AHV

Aus Sicht der Mehrheit des Vorstands des AGV löst die Vorlage die strukturellen Probleme unseres wichtigsten Sozialwerks aber nicht, sondern schiebt sie auf die lange Bank. Bereits im Jahr 2027 schreibt die AHV wieder rote Zahlen in Milliardenhöhe und ihre Situation wird sich anschliessend dramatisch verschlechtern. Diese Zeche wird insbesondere das Gewerbe bezahlen müssen. Zudem wird die junge Generation eine hohe Last tragen müssen und nicht darauf vertrauen können, jemals vom versprochenen Ausbau zu profitieren. Das ist faktisch eine Kündigung des Generationenvertrags zwischen Jung und Alt. Mit dieser Reform wird eine Zwei-Klassen-AHV eingeführt, denn die aktuellen Rentner bekommen die 70 Franken an ihre AHV-Rente nicht. Das ist ungerecht und widerspricht dem zentralen Gedanken der AHV, dass alle gleich behandelt werden. Die heutigen Rentner werden gar noch zur Kasse gebeten, indem sie die Reform über höhere Mehrwertsteuern mitfinanzieren.


Nachhaltige Vorlage ist gefordert

Der AGV fordert eine Reform der Altersvorsorge und ist bereit, dass das Gewerbe seinen Teil beiträgt. Wenn aber die Soziallversicherungsabgaben und die Mehrwertsteuer steigen, muss die Reform finanziell nachhaltig sowie der Generationenvertrag und die Gleichbehandlung weitergeführt werden. Die jetzige Vorlage erfüllt diese Ansprüche nicht, weshalb der AGV-Vorstand sie ablehnt.