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Aargauischer Gewerbeverband
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Medienmitteilung vom 15. Juni 2016

 

Gute Verkehrsinfrastrukturen sind für Gewerbe zentral

 

 

Gewerbeverband begrüsst Planungsbericht mobilitätAARGAU

 

AGV. Die Erreichbarkeit und eine zuverlässige und schnelle Mobilität sind für das Aargauer Gewerbe zentral. Der Aargauische Gewerbeverband (AGV) begrüsst daher, dass das Departement Bau, Verkehr und Umwelt im Planungsbericht „mobilitätAARGAU“ den gezielten Ausbau des Verkehrsangebots vorausschauend plant.

 

Jeder Verkehrsträger hat seine Stärken und Schwächen. Das ideologische gegeneinander Ausspielen, wie es linke Politikerinnen und Politiker seit Jahrzehnten tun, sollte endlich überwunden werden. Der Planungsbericht mobilitätAARGAU sieht denn auch eine bessere Abstimmung von Siedlung und Verkehr vor. Überdies erfolgt eine differenzierte Betrachtung der verschiedenen funktionalen Räume (Kernstädte, ländliche Zentren, urbane Entwicklungsräume, ländliche Entwicklungsräume). Nicht jeder funktionale Raum hat dasselbe Bedürfnis für jeden Verkehrsträger. Der AGV begrüsst die gewählte Betrachtungsweise, weil sie dem Mobilitätsbedürfnis von Bevölkerung und Wirtschaft besser Rechnung trägt.

 

Der AGV begrüsst überdies, dass die Erreichbarkeit auf der Strasse sichergestellt werden soll. Die Strasse ist nach wie vor der wichtigste Verkehrsträger. Er absorbiert rund 85 Prozent der gesamten Verkehrsleistung. Über 80 Prozent des öffentlichen Verkehrs findet auf der Strasse statt. Ebenso wichtig ist aber auch, dass das Bahnangebot zwischen den Kernstädten und den urbanen Entwicklungsräumen und das ÖV-Angebot entlang der ländlichen Entwicklungsachsen erhöht werden. Allerdings muss das Dogma des Taktfahrplans in Zeiten der vollständigen Informationsverfügbarkeit über Smartphones und dergleichen hinterfragt werden. Wichtig ist, den Fahrplan zu Stosszeiten zu verdichten. In den Zeitabschnitten mit deutlich weniger Nachfrage sollte aber auch deutlich weniger angeboten werden. Damit können erhebliche Kosten eingespart werden. Die freiwerdenden finanziellen Mittel können damit effektiver eingesetzt werden.

 

Die Grenze zwischen dem ÖV und dem individuellen Verkehr verwischen zusehends und die modularen Mobilitätslösungen gewinnen an Bedeutung. Attraktive Zugänge zu ÖV-Haltestellen werden daher immer bedeutender.

 

Ein baldiger Sechsspurausbau der A1 im Aargau ist aber notwendig, ansonsten die hehren Ziele von mobilitätAARGAU zur Makulatur verkommen. Die fehlende Kapazität auf der Nationalstrasse führt zu Ausweichverkehr auf das angrenzende Kantonsstrassennetz (über 60 Prozent auf der A1 ist regionaler Verkehr!) und zu Mehrbelastungen durch Ortsdurchfahrten. Damit würde der grösste Teil der geplanten Optimierungen wieder zunichte gemacht. Immerhin hat das Strassenverkehrsaufkommen in der Schweiz auf der Nationalstrasse enorm zugenommen (Verdoppelung seit 1990), während sie auf den untergeordneten Strassennetzen abgenommen hat. In erster Linie ist damit der Bund gefragt.